Mit Informationstechnologie-(IT-)Recht, bezeichnet man zusammenfassend die Verordnungen im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung. Früher nannte man dieses Recht zum Teil Computer-, EDV- oder Informatik-Recht, mit zunehmender Internetnutzung etablierte sich außerdem der Begriff Multimedia- oder Internetrecht als Teilbereich des IT-Rechts.

Das IT-Recht ist jedoch in keinem Gesetzbuch zu finden, jedenfalls nicht in Deutschland,
eine Beschreibung findet man seit 2006 jedoch in der Fachanwaltsordnung (FAO).

Das Informationstechnologie-Recht ist heute ein eigenständiges juristisches Gebiet, es existiert sogar der passende Fachanwaltstitel dazu. Allerdings besteht das IT-Recht aus Teilbereichen anderer Rechtsgebiete, die für die Informationstechnologie relevant sind.

In der FAO finden sich neun Punkte, über Schutz und Recht für Internetnutzer:

  • Vertragsrecht: Alle Verträge innerhalb der Informationstechnologie lassen sich im
    Wesentlichen mit den „normalen“ Rechtsgrundlagen abschließen, anfechten und so weiter,
    bei den Formulierungen ist auf die Besonderheiten der IT-Branche zu achten, welche juristisch korrekt umzusetzen sind.
  • Elektronischer Geschäftsverkehr: Umfasst werden die Bereiche Online- und Mobile-
    Business, also Internetauktionen, -plattformen und -communities. Darunter fallen alle Verträge, die über elektronische Medien abgeschlossen werden, auch Provider-Verträge.
  • Immaterialgüterrecht: Recht auf geistiges Eigentum, an Software und an Inhalten im Netz.
  • Datenschutz: Dieses Recht ist für den privaten Bereich größtenteils im Bundesdatenschutzgesetz geregelt und gilt auch für den IT-Bereich.
  • Kommunikationsdienste und -netze: Dieses Recht ist im Telekommunikationsgesetzt geregelt, Inhalte hingegen im Telemediagesetz, welches wiederum Gegenstand vom Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs ist.
  • Öffentliche Vergabe von IT-Leistungen: Die Gesetzesgrundlage hierfür findet sich im Vergaberecht, inklusive dem wettbewerbliche Dialog, und im Kartellrecht.
  • Internationale Bezüge: Welche nationale Gerichtsbarkeit im Streitfall entscheidet, regelt das internationale Prozessrecht.
  • Besonderheiten im Strafrecht: Dieses gilt für Straftatbestände innerhalb der Computerkriminalität und Regelungen das Urheberrecht betreffend – Täter werden hierbei im Web auf strafrechtlichem Weg ermittelt.
  • Verfahrens- und Prozessführung: Hier wird die Besonderheit „technisches Verständnis für Rechtsstreitigkeiten im IT-Bereich“ geregelt.

Es empfiehlt sich, wurde man Opfer eines IT-Betruges, sofort einen Fachanwalt für IT-Recht aufzusuchen.
Das IT-Recht schützt Nutzer ebenso gut wie jedes andere Gesetz, wo recht haben auch nicht immer gleichbedeutend ist mit recht bekommen.

In Fällen, in welchen Erwachsene sich ganz gut zu helfen wissen, sind Kinder jedoch immer noch unzureichend geschützt: Laut einer kürzlich durchgeführten Online-Umfrage sind in Deutschland 72 Prozent der 13- bis 16-jährigen und 27 Prozent der neun- bis 12-jährigen ohne Sicherheitsmaßnahmen im Internet aktiv, vorwiegend in Sozialen Netzwerken. Die Daten der Kinder sind dabei relativ leicht ermittelbar. An entsprechenden und verschärften Sicherheitsvorkehrungen im IT-Bereich für Minderjährige wird derzeit gearbeitet.

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